Eigenkapital einbringen oder anlegen?

Sie kaufen eine Immobilie und haben Erspartes. Stecken Sie alles in den Kauf – oder behalten Sie einen Teil, legen ihn zum Beispiel in einem ETF an und leihen sich dafür mehr von der Bank? Der Rechner zeigt, welcher Weg Ihnen mehr übrig lässt.

Weg AAlles einbringen

Ihr ganzes Erspartes fließt in den Kauf. Der Kredit ist kleiner und meist günstiger – Sie sparen sicher Zinsen.

oder
Weg BEinen Teil anlegen

Sie behalten einen Teil und leihen sich dafür mehr. Das angelegte Geld kann wachsen – aber auch schwanken.

1Ihr Kauf

€
ohne Nebenkosten
€
Steuer, Notar, Makler · meist 9–15 % vom Kaufpreis
€
optional · wird mitfinanziert

2Ihr Erspartes

Wie viel Geld haben Sie für den Kauf – und wie viel davon würden Sie lieber anlegen, statt es in den Kauf zu stecken?

€
was Sie einsetzen könnten – ohne Notgroschen
€
z. B. in einen ETF · so viel mehr leihen Sie sich bei Weg B

3Ihr Kredit – die zwei Wege

Je nachdem, wie viel Erspartes Sie einbringen, leihen Sie sich unterschiedlich viel. Für einen größeren Kredit verlangt die Bank meist etwas mehr Zins. Tragen Sie deshalb für jeden Weg den passenden Zinssatz ein.

Weg A Alles einbringen
Sie leihen sich –
%
Sollzins aus dem Angebot der Bank
Weg B Teil anlegen
Sie leihen sich –
%
meist etwas höher, weil der Kredit größer ist
€
in beiden Wegen gleich
Jahre
Zinsbindung · 0 = Zins gilt bis zum Ende
%
nach der Zinsbindung, für beide Wege

4Ihre Geldanlage

Was bringt das angelegte Geld pro Jahr? Das weiß niemand sicher. Rechnen Sie deshalb mit zwei Werten: einem erwarteten und einem vorsichtigen.

%
pro Jahr, vor Steuern
%
falls es schlechter läuft
Jahre
1 bis 40 Jahre
Weitere Einstellungen: Gebühren und Steuern
%
pro Jahr, z. B. Fondsgebühren
Art der Anlage
30 % der Gewinne steuerfrei (Teilfreistellung)

Ihr Ergebnis

Die Antwort in einem Satz

–
–

So entwickelt sich der Unterschied über die Jahre

Gezeigt wird, was Ihnen jeweils unter dem Strich gehört: Wert der Geldanlage nach Steuern minus noch offene Kreditschuld. Die Immobilie ist in beiden Wegen dieselbe und zählt deshalb nicht mit. Achse in Tausend Euro.

Weg A: alles einbringenWeg B: Teil anlegen
Zahlen Jahr für Jahr anzeigen

Gut zu wissen

Passend dazu: Ratgeber: Eigenkapital ins Haus oder in ETF? · Beleihungsauslauf einfach erklärt · Baufinanzierungsrechner · Sondertilgung oder Geld anlegen? · Wie viel Haus kann ich mir leisten? · Kaufnebenkosten

Weitere Rechner

Häufige Fragen

Worum geht es bei diesem Rechner?

Wer eine Immobilie kauft und Erspartes hat, kann es ganz in den Kauf stecken (Weg A). Dann ist der Kredit kleiner und meist auch der Zins. Oder man behält einen Teil, legt ihn zum Beispiel in einem ETF an und leiht sich dafür mehr (Weg B). Der Rechner zeigt, welcher Weg Ihnen nach einigen Jahren mehr übrig lässt – und wie viel Ihre Geldanlage mindestens bringen müsste, damit sich Weg B lohnt.

Was bedeutet „unter dem Strich mehr übrig“?

Verglichen wird, was Ihnen am Ende gehört, wenn man die Schulden abzieht: Wert Ihrer Geldanlage nach Steuern minus der Kreditschuld, die noch offen ist. Die Immobilie selbst ist in beiden Wegen dieselbe und zählt deshalb nicht mit. In beiden Wegen zahlen Sie dieselbe Monatsrate. Ist ein Kredit abbezahlt, fließt die frei gewordene Rate in die Geldanlage.

Ab wann lohnt es sich, Eigenkapital anzulegen?

Erst wenn Ihre Geldanlage mehr bringt, als Sie das zusätzliche Geld von der Bank kostet – und zwar nach Steuern und Gebühren. Diese Grenze nennt der Rechner Gewinnschwelle. Sie liegt fast immer deutlich über dem Kreditzins: Auf Gewinne zahlen Sie Steuern, gesparte Zinsen sind steuerfrei. Und wenn die Bank für den größeren Kredit einen höheren Zins verlangt, gilt dieser höhere Zins für den ganzen Kredit, nicht nur für den zusätzlichen Teil.

Welche Rendite ist realistisch?

Das kann niemand sicher sagen. Breit gestreute Aktienfonds haben über lange Zeiträume in der Vergangenheit oft mehrere Prozent pro Jahr erzielt – mit zwischenzeitlich starken Verlusten. Für die Zukunft ist das keine Garantie. Rechnen Sie deshalb immer auch mit einer vorsichtigen Rendite und prüfen Sie, ob Sie einen Kursrückgang gerade dann verkraften würden, wenn die Anschlussfinanzierung ansteht.

Wie werden Steuern berücksichtigt?

Auf Kursgewinne fallen 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an, zusammen 26,375 %. Bei Aktienfonds sind 30 % der Gewinne steuerfrei (Teilfreistellung), effektiv sind es dann rund 18,5 %. Der Rechner zieht die Steuer so ab, als würden Sie das Depot zum jeweiligen Zeitpunkt verkaufen. Sparer-Pauschbetrag, Kirchensteuer und die jährliche Vorabpauschale bleiben zur Vereinfachung außen vor.

Kann ich das Depot später für eine Sondertilgung nutzen?

Ja, das ist ein häufiger Plan: Geld anlegen und am Ende der Zinsbindung damit einen Teil der Restschuld tilgen. Ob das aufgeht, hängt davon ab, wie das Depot dann steht. Der Rechner zeigt Ihnen dafür die Restschuld beider Wege am Ende der Zinsbindung und den Depotwert nach Steuern.

Muss ich die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital bezahlen?

Die meisten Banken erwarten das. Grunderwerbsteuer, Notar und Makler werden nur selten mitfinanziert. Planen Sie deshalb mindestens die Nebenkosten aus eigenem Geld ein und halten Sie zusätzlich eine Rücklage für Unvorhergesehenes bereit.

Hinweis: Die Berechnung dient der unverbindlichen Orientierung und ist keine Anlage-, Finanz-, Steuer- oder Kreditberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Angebote Ihrer Bank und die tatsächliche Entwicklung Ihrer Geldanlage.