Häufige Fragen
Worum geht es bei diesem Rechner?
Wer eine Immobilie kauft und Erspartes hat, kann es ganz in den Kauf stecken (Weg A). Dann ist der Kredit kleiner und meist auch der Zins. Oder man behält einen Teil, legt ihn zum Beispiel in einem ETF an und leiht sich dafür mehr (Weg B). Der Rechner zeigt, welcher Weg Ihnen nach einigen Jahren mehr übrig lässt – und wie viel Ihre Geldanlage mindestens bringen müsste, damit sich Weg B lohnt.
Was bedeutet „unter dem Strich mehr übrig“?
Verglichen wird, was Ihnen am Ende gehört, wenn man die Schulden abzieht: Wert Ihrer Geldanlage nach Steuern minus der Kreditschuld, die noch offen ist. Die Immobilie selbst ist in beiden Wegen dieselbe und zählt deshalb nicht mit. In beiden Wegen zahlen Sie dieselbe Monatsrate. Ist ein Kredit abbezahlt, fließt die frei gewordene Rate in die Geldanlage.
Ab wann lohnt es sich, Eigenkapital anzulegen?
Erst wenn Ihre Geldanlage mehr bringt, als Sie das zusätzliche Geld von der Bank kostet – und zwar nach Steuern und Gebühren. Diese Grenze nennt der Rechner Gewinnschwelle. Sie liegt fast immer deutlich über dem Kreditzins: Auf Gewinne zahlen Sie Steuern, gesparte Zinsen sind steuerfrei. Und wenn die Bank für den größeren Kredit einen höheren Zins verlangt, gilt dieser höhere Zins für den ganzen Kredit, nicht nur für den zusätzlichen Teil.
Welche Rendite ist realistisch?
Das kann niemand sicher sagen. Breit gestreute Aktienfonds haben über lange Zeiträume in der Vergangenheit oft mehrere Prozent pro Jahr erzielt – mit zwischenzeitlich starken Verlusten. Für die Zukunft ist das keine Garantie. Rechnen Sie deshalb immer auch mit einer vorsichtigen Rendite und prüfen Sie, ob Sie einen Kursrückgang gerade dann verkraften würden, wenn die Anschlussfinanzierung ansteht.
Wie werden Steuern berücksichtigt?
Auf Kursgewinne fallen 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an, zusammen 26,375 %. Bei Aktienfonds sind 30 % der Gewinne steuerfrei (Teilfreistellung), effektiv sind es dann rund 18,5 %. Der Rechner zieht die Steuer so ab, als würden Sie das Depot zum jeweiligen Zeitpunkt verkaufen. Sparer-Pauschbetrag, Kirchensteuer und die jährliche Vorabpauschale bleiben zur Vereinfachung außen vor.
Kann ich das Depot später für eine Sondertilgung nutzen?
Ja, das ist ein häufiger Plan: Geld anlegen und am Ende der Zinsbindung damit einen Teil der Restschuld tilgen. Ob das aufgeht, hängt davon ab, wie das Depot dann steht. Der Rechner zeigt Ihnen dafür die Restschuld beider Wege am Ende der Zinsbindung und den Depotwert nach Steuern.
Muss ich die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital bezahlen?
Die meisten Banken erwarten das. Grunderwerbsteuer, Notar und Makler werden nur selten mitfinanziert. Planen Sie deshalb mindestens die Nebenkosten aus eigenem Geld ein und halten Sie zusätzlich eine Rücklage für Unvorhergesehenes bereit.
Hinweis: Die Berechnung dient der unverbindlichen Orientierung und ist keine Anlage-, Finanz-, Steuer- oder Kreditberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Angebote Ihrer Bank und die tatsächliche Entwicklung Ihrer Geldanlage.